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Robert Schroeder Biographie

in Diskussionen rund um Musik 07.03.2010 23:27
von Bob Satyr | 82 Beiträge

Robert Schroeder auch ein deutsches Urgestein der elektronischen Musik und somit auch Pionier, was diese Musikrichtung in Deutschland betrifft. Die musikalischen Stile umfassen Electro, Ambient, aber auch Gitarren u. Piano orientierte Sounds.

Angefangen hat alles mit einer Gitarre und mehreren kleineren Bands, die wie er selber in einer Biographie sagt, mehr im Hobbybereich angesiedelt waren und auch nicht darüber hinaus wollten. Dies führte letztlich dazu, das sich Robert Schroeder auf Solopfade begab und die Gitarre eintauschte gegen einen Synthesizer.

Er eröffnete einen Versandhandel für elektronische Bauteile und machte sein Hobby zum Beruf, dies ermöglichte ihm auch die Fertigung eigener Synthesizer und weitere Geräte zur elektronischen Klangerzeugung sowie Studioequipment.

1978 wurde sein erster Sohn geboren und er gab ihm den Namen seines Idols Klaus Schulze (bekannt von Tangerine Dream, Ash Ra Tempel und fällt auch häufig im Zusammenhang mit dem Wort Berliner Schule). Es gelang ihm sogar Klaus Schulze als Taufpaten für seinen Sohn Klaus zu gewinnen. Das witzige daran ist das während der Tauffeier Klaus Schulze auf ein selbstkomponiertes Stück von Robert Schroeder aufmerksam und im gleichen Jahr bekam er noch seinen ersten Plattenvertrag bei Klaus Schulzes Plattenfirma IC.

1979 veröffentlichte Robert Schroeder sein erstes Album "Harmonic Ascendant", erwähnen sollte man hierbei vielleicht noch das er die Stücke für das Album ersteinmal komplett überarbeiten musste, weil sie dem Vertriebsverlag überhaupt nicht zusagte, als es dann rauskam bekam es allerdings weltweite Beachtung.

Das zweite Album "Floating Music" erschien dann 1980, erhielt ebenfalls ausreichend Lob und wurde zu den besten elektronischen Produktionen des Jahres gewählt.

Im dritten Album wurde es dann schon deutlich rhythmusorientierter und experimenteller, der Name des Albums lautete "Mosaique" an diesem Album bemerkt man auch das, das er durch die Erfolge ein wenig mehr freie Hand hatte.

Wirklich interessant wird es allerdings dann 1982, also dafür bewundere ich diesen Mann total, weil die Idee nahezu unglaublich cool ist.

Denn für die Ars Electronica in Linz entwickelte Robert Schroeder ein interessantes Projekt. Robert Schroeder benutzte die Radiosignale der Galaxie Cygnus-A im Sternbild Schwan, die vom damals größten beweglichen Radioteleskop eingefangen wurden und durch Verstärkung in den hörbaren Frequenzbereich umgewandelt wurden. Das so erzeugte weiße Rauschen diente als Grundlage für Robert Schroeders "Musik-Computer-Sinfonie". Später kam das Stück als Album Galaxie Cygnus-A heraus.

1983 erschien dann Robert Schroeders fünftes Album "Paradise", die Single Auskopplung "Skywalker" bescherte ihm einen ersten kleinen Erfolg.

1984 erschien das Album "Computer Voice" bei seiner neuen Plattenfirma da-music, das Album ist sozusagen ein best of Album mit einigen neuen Stücken.

1986 hatte Robert Schroeder dann die Idee für Double Fantasy. Robert Schroeder war bei diesem Projekt für alles verantwortlich, das ging von der Gestaltung des Covers, dem Schreiben der Texte und Abmischung der Musik.
Das erschienene Album heißt "Universal Ave" und hatte gerade in den USA einen merklichen Erfolg, da das Album damals genau in die dort populäre Easy Listing Welle passte.

Mit "Timewaves" bestieg Robert Schroeder 1987 endlich das gleiche Podest wie Klaus Schulze und zählte somit in Deutschland zu den besten Elektronikern ihrer Zeit.

1988 erschien dann "Driftin" und es war ebenso brilliant wie das Vorgänger Album.

1991 trennte sich Robert Schroeder von seiner Plattenfirma da-music und machte seine eigene Plattenfirma auf News-Music, dort erschien dann auch das Album Hamaja.

1993 resultierte dann aus den Liveauftritten das Album "Mindwalk"

Nach mehrjährigen Pause erscheint dann 1998 bei CUE-Records, das Album D.MO Vol. 1, eine Zusammenstellung älteren Materials anlässlich des 20jährigen Musiker-Jubiläums von Robert Schroeder. Das Archivmaterial wird nicht nachbearbeitet, was einen leicht nostalgischen Charakter entstehen lässt.

Nach einer weiteren diesmal 7 jährigen Pause erscheint dann 2005 das Album "brainchips", diesmal beim Essener Spheric Label. Es gibt zwei verschiedene Versionen des Album einmal eine instrumentale Version und einmal eine Vocalversion.+#

Mitte 2006 erschien endlich auch der quasi offizielle Nachfolger des ersten und einzig echten Double-Fantasy Albums. Auf die Verwendung des Bandnamens Double Fantasy wurde allerdings mit Rücksicht auf die Rechtslage verzichtet. Die Formation trug statt dessen den Namen Food for Fantasy. Eingespielt von Robert Schröder setzte das Album The Secret of Dreamin' den musikalischen Weg fort, den Robert Schröder mit Double Fantasy 1987 begonnen hatte.

Das war´s eigentlich was man zu diesem meiner Meinung nach Ausnahmekünstler sagen kann, leider ist Robert Schroeder nie so bekannt gewesen, gemessen z.B. an dem Erfolg von Kraftwerk oder ähnlichen deutschen Elektronikkünstlern.
Aber nichtsdestotrotz ist Robert Schroeder jemand dem man mehr Aufmerksamkeit schenken sollte, besonders sollte man sich die älteren Sachen von ihm anhören, immer ihm Hinterkopf behaltend in welcher Zeit er dies gemacht hat.

Als kleines Hörbeispiel möchte ich hier ein Video einfügen, was ich auf Youtube gefunden habe. Es ist das Lied, von der Ars Electronica, das ich weiter oben schon erwähnt hatte, allerdings, wenn ich das recht ersehe, ist das nur ein Teil des Liedes.



Mehr konnte ich erstmal leider von ihm nicht finden, denn es ist alles schon ein wenig rarer!


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